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Der Triebwagen wurde im Jahr 1938 von der Dessauer Waggonfabrik AG für die Memelländische Eisenbahnverwaltung als Teil der Litauischen Staatsbahn gebaut. Auf den Druck der damaligen deutschen Reichsregierung musste Litauen das Memelgebiet am 22. März 1939 wieder an das Deutsche Reich abtreten. Somit wurde der Triebwagen Teil der Deutschen Reichsbahn.

Über die Lausitzer Eisenbahn, die in die Deutsche Reichsbahn eingegliedert wurde, kaufte die Regentalbahn AG in Viechtach (RAG) von
dieser am 15.10.1944 den Triebwagen an. Das ursprüngliche Betriebsbuch und weitere technische Unterlagen sind durch Kriegseinwirkungen verloren gegangen.

Im Jahre 1993 wurde das Triebfahrzeug von der Regentalbahn AG als VT 13 bezeichnet an die Dortmunder Eisenbahn GmbH (DE) abgegeben. Bei der DE wurde das Triebfahrzeug als VT 1 geführt. Diese nutze den Triebwagen zur Bereisung des großmaschigen nichtöffentlichen Schienennetzes im Ruhrgebiet. In dieser Zeit wurden einige Veränderungen vor allem der Inneneinrichtung des Fahrgastraumes unternommen, welcher anschließend der DE als Schulungs- und Konferenzraum diente. Die Toilette wurde ausgebaut.

Technische Daten:
Hersteller 1938: Dessauer Waggonfabrik AG

Hersteller 1944: Fahrzeugaufbau: Gebrüder Credé & Co, Kassel-Niederzwehren

Fahrzeugrahmen: Regentalbahn AG, Viechtach, Erstellung der Ersatzunterlagen

Baujahr nach Umbau: 1948

Bauart ursprünglich: A – 1, dieselmechanischer, nach Umbau dieselhydraulischer Antrieb

Gattung: CPwi, der Triebwagen hatte ein Postabteil, weiche Sitze und einen inneren Durchgang, nach Abschaffung der Dritten Wagenklasse
war das Gattungsmerkmal BPwi

Fabriknummer: 2423

Motor: ursprünglich Deutsche Werke Kiel, nach Umbau im Dezember 1949 KHD A8M517 Nr. 970/550/57, Fabriknummer 970 550/57, Antriebsleistung: 128,7 kW, oder 175 PS bei 1.550 U/Min.

Einspritzpumpe: Typ PE8B100D500, Nr. 4 S 893

Angegebener Verbrauch

Kraftstoff: Volllast bei 1.500 U/Min. 197 g/PSe/h *

 

¾ Last bei 1.000 U/Min. 198 g/PSe/h

½ Last bei 800 U/Min. 202 g/PSe/h

¼ Last bei 600 U/Min. 204 g/PSe/h

Angegebener Verbrauch

Motoröl: bei Volllast 0,2 g/PSe/h

* Die Angaben PSe kann man gelegentlich in historischen Unterlagen noch als Bezeichnung der Leistungseinheit finden. Diese Angaben entsprechen jedoch nicht der DIN-Norm. Die Bezeichnung PSe verweist auf die Leistung, die am Ausgang der Kurbelwelle als effektive Leistung eines Motors gemessen wird.

Unterflurkühlanlage: System Behr

Getriebe: ursprünglich Deutsche Getriebe GmbH (DGG) Berlin Charlottenburg, vierstufig, VC2 Mylius, nach Umbau Turbogetriebe T 211 r,
Voith Getriebe KG, Heidenheim, Typ KB 190/1, Baujahr 1976, Nr. 88153

Bremsgewichte: ursprünglich P-G 14,5 – 12,9 t, nach Neuberechnung P 12 t

LüP: 15,14 m

Breite: 3,19 m

Achsstand: 8,0 m

Leergewicht: 19,43 t

Ladegewicht: 0,5 t

Sitzplätze: 58 (mit 75 kg/Platz, Dienstgewicht 23,8 t ohne Personal und Gepäck)

Stehplätze: 20

Treibraddurchmesser 952 mm (neubereift)

Laufraddurchmesser: 952 mm (neubereift)

Radreifen: Sonderstahl B6S

Profil: DIN EN 13715-S-1002

Achswendegetriebe: J.M. Voith, Heidenheim, Typ 5 O.R., Nr. 698, 50 L

Max. Radsatzlast: 10,71 t

Max. Fahrzeuggewicht je Längeneinheit: 1,28 t/m

Vmax.: 50 km/h

Bauart Handbremse: Handspindelbremse

Bauart Druckluftbremse: Kbr, einlösig

Reibelemente: Klotzbremse mit GG-Bremsklotzsohlen

Luftpresser: VV 64/100-1 2 A 29 652

Leistung 475 l bei 1.000 U/Min.

Lichtmaschine: Bosch Typ G-Ul 1 400/24 1000 RS 14

Leistung: 1600 W bei 24 V

Fremdanschluss: 220 V über Eurostecker

Läutewerk: Knorr

Tonsignal: Zöller-Makrofon, Kiel

Sandstreuer: 4 Stück Bosch-Luftsandstreuer

Brennstoffbehälter: 150 l + 10 % Reserve

Zugsicherung: PZB 90

Zugfunk: Mesa 23

Sifa: zeitabhängig

Letzte HU: 17.06.1997

Verlängerung: 17.06.2003

Verlängerung: 17.06.2004

Fahrzeug abgestellt ab: 17.06.2005

Abfederung: primär Blattfedern

Sekundär Gummitopffedern mit Hängebolzen

Im Eigentum der TBG ab dem 08.04.2016

 

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